Gute Zahnarbeit beurteilen
Wie kann man als Pferdebesitzer die professionelle Qualität der
Zahn-Arbeit einschätzen, erkennen und bewerten? Leider gibt es dazu
keine klare Formel. Eine Möglichkeit: nach der Ausbildung des
Pferdedentisten fragen. Eine weitere Möglichkeit: bewusst Arbeit
und Verhalten während Untersuchung, Bewertung, Behandlung und
Nachbetreuung beobachten und bewerten. Unten verdeutlichen wir am
Beispiel von Pequinox Equine Dentistry, worauf man als Pferdebesitzer
speziell achten und wonach man fragen kann. Und: Die Prinzipien der
Pferdezahnpflege entsprechen immer dem Gesunden Menschenverstand
und der Logik. Wenn also irgendetwas keinen Sinn ergibt, dann sollte
man es auch nicht durchführen lassen!
Ausbildung
Louis’ Absolventen bzw. Louis’ Schule erfüllt diese Anforderungen:
- Erfolgreicher Abschluss von mindestens einem vierwöchigen Training
in einer kleinen Gruppe (Pferdedentist Level 1). Viele Behandler
können im Gegensatz dazu nur eine Ausbildung von weniger als einem
Tag und in einer großen Gruppe vorweisen.
- Die Arbeit basiert auf fundierten Konzepten und Theorien. Diese
werden ständig durch eigene Forschungen aktualisiert.
- Die Schüler lernen, Ursachen anstatt Symptome zu behandeln und
das gesamte Wohlbefinden des Pferdes zu berücksichtigen.
- Praxiserfahrung unter Traineraufsicht mit durchschnittlich 75
lebenden Pferden aller Altersgruppen bereits im Level 1 Kurs.
- 120 Fallstudien sind für die Zertifizierung auf Level 2
erforderlich, zusätzlich zum Kurs.
- Die Schüler erlernen kooperatives Horsehandling. Es hilft, die
Behandlung für das Pferd sicher und möglichst stressfrei zu machen.
So werden hohe Sedierungen überflüssig.
- Die Schüler erlernen die Anwendung präziser Instrumente, die
sicher und möglichst stressfrei für das Pferd sind. Elektrische
Hochgeschwindigkeitsraspeln werden nicht benutzt. Alle elektrischen Geräte
sind wassergekühlt.
- Eine theoretische, schriftliche Prüfung muss bestanden werden.
- Eine praktische Prüfung muss bestanden werden.
- Die Schüler lernen, Vorträge über Pferdezahnpflege zu halten
(Level 2).
- Die Schüler lernen, Grenzen einzugestehen und immer weiter zu
lernen. Der Zugriff auf professionelle Unterstützung durch Pequinox
Equine Dentistry im Fall von Unsicherheit ist möglich und ausdrücklich
erwünscht.
Als ein Resultat dieser Ausbildung, kann man als Pferdebesitzer
die Qualität der Arbeit von Louis’ Schülern erkennen, indem man sie
bei der Arbeit beobachtet - bei Untersuchung, Bewertung, Behandlung
und Nachbetreuung:
Untersuchung:
- Horsehandling für mehr Sicherheit und eine möglichst stressfreie
Behandlung:
- Dentist gewinnt Kooperationsbereitschaft des Pferdes und kämpft
nicht gegen das Tier.
- Pferd bleibt relativ ruhig; die Arbeit sieht "mühelos" aus.
- Untersuchungen in der Regel ohne Sedierung.
- Dentist kann Altersgruppe mühelos bestimmen.
Bewertung:
- Dentist erklärt Resultat von Untersuchung und Bewertung verständlich
und detailliert - wie das Problem im Maul entstanden ist und was nun
warum zu tun ist.
- Behandelt Ursachen statt Symptome und berücksichtigt das gesamte
Wohlbefinden des Pferdes.
Behandlung:
- Ausgeprägte Fähigkeiten im Bereich Horsehandling und Zahnpflege,
für Sicherheit und eine möglichst stressfreie Behandlung:
- Begleitender Tierarzt injiziert nur geringe Sedierungsdosis.
- Arbeit "fließt" und sieht leicht und mühelos aus; Pferd ist
relativ ruhig.
- Der Pferdedentist verursacht keine unötigen Verletzungen im
Pferdemaul, er arbeitet sehr präzise und kommuniziert ständig mit
dem Pferd.
- Dentist benutzt präzise manuelle Feilen und wassergekühlte
"Power Tools".
- Gute Ergebnisse: Das Pferdemaul ist nach der Behandlung im
Gleichgewicht und problemfrei, so dass sich keine weiteren weitere
Abnormalitäten bilden können.
Nach der Behandlung:
- Dentist zeigt echtes Interesse am langfristigen Wohlbefinden
des Pferdes, hält den Kontakt nach der Behandlung um zu hören, wie
es dem Pferd geht und ob seine Leistung stimmt.
- Jegliche Probleme werden sofort behoben.
- Pferd bleibt beim nächsten Zahn-Check relativ ruhig.
Professionelles Verhalten:
- Dentist sagt nach der Untersuchung, aber vor der Behandlung,
was die Arbeit kostet.
- Dentist ist stets offen für Fragen.
- Kennt seine Grenzen und sagt "Ich weiss es nicht" oder "Ich kann
dies nicht durchführen" wenn er etwas nicht weiß oder nicht tun kann.
Beschafft sich das erforderliche Wissen oder die Hilfe, um das
Problem zu lösen.
- Dentist erledigt alle erforderlichen Arbeiten. Kann aus irgendeinem
Grund eine Arbeit nicht abgeschlossen werden, informiert er den
Pferdebesitzer.
- Kennt seine körperlichen Grenzen. Behandelt keine weiteren Pferde,
wenn er keine 100%ige Qualitätsarbeit mehr gewährleisten kann.
- Dentist demonstriert Kooperationsbereitschaft mit Vertretern
anderer Berufe, z.B. Veterinärmedizinern oder Physiotherapeuten,
wenn dies das Wohlbefinden des Pferdes noch steigern kann.
"Viele meiner Kunden haben mir gesagt, dass sie vom Ergebnis
meiner Arbeit vollkommen beeindruckt sind. Sie hätten nie gedacht,
dass Zahnprobleme so viele weitere Bereiche des Pferdes beeinflussen
können - nicht nur deren Fressverhalten sondern auch das gesamte
Wohlbefinden und die Rittigkeit."
Silke Faass, Veterinärmedizinerin, Alfeld, Deutschland
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